Gayblecom - digital penetration PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Samstag, 30. Mai 2009 um 08:29

Lange nichts mehr geschrieben. Naja, es gibt auch nicht allzu viel zu berichten. Ich hause immer noch (seit einem halben Jahr) zwischen Umzugskartons und Katzenhaaren und gewöhne mich allmählich an den Gedanken auf Lebzeit in so ärmlichen Verhältnissen Leben zu müssen - und all das, obwohl ich im Vergleich zu anderen nicht mal soooo schleht verdiene. Aber eben, es kam so manches anders als geplant. Wer hätte auch gedacht, dass ich schlussendlich nur mit 1 1/5 Lohn auf Dauer zwei Leute (plus Katze) dauerhaft durchbringen muss und dabei auch noch die Hauseinnahmen für dieses Jahr streichen kann (was fast 1000 Franken im Monat ausmacht). Aber gut, es kann ja nur bergauf gehen. Vielleicht kommt bald mehr rein. Zumindest hoffe ich auf eine baldige Gehaltserhöhung. Tja und wer weiss? Vielleicht erbarmt sich meine bessere Hälfte nun doch einmal eine Bewerbung rauszuschicken. Ansonsten bleibt mir immer noch die Option mich in meiner Freizeit als Prostituierter zu versuchen. Telearbeit habe ich zumindest schon angedacht. ;)

Da wir aber schon bei so seichten Themen sind, möchte ich auf den eigentlichen Grund zurückkommen, warum ich überhaupt einen neuen Beitrag erstellt habe:

Mein Arbeitgeber nennt sich ja seit diesen genannten sechs Monaten Cablecom. Man kann nun über die Cablecom und die Verhältnisse bei uns in der Abteilung wettern so viel man will. Aber ganz unzufrieden bin ich nicht. Im Gegenteil. Ich finde, dass es mal eine angenehme Abwechslung zu dem ist, was ich bisher getan habe. Und auch wenn so manches (auch zwischenmenschlich) falsch läuft, so könnte ich auf jeden Fall eine schlimmere Firma und ein schlechteres Team erwischt haben.

Nun hat sich aber ergeben, dass sich in den letzten Monaten viel in der Firma getan hat. Dazu gehörte auch der Versuch der Vermietung unseres obersten Stockwerkes. Dieser besagte fünfte Stock war bislang eigentlich von der Cablecom selbst genutzt worden. Nun begab es sich aber, dass vor einigen Wochen plötzlich Umzugswagen an unserer Laderampe standen. Das allein hätte mich nicht verwundert. Als dann aber am Fronteingang überall ausgedruckte Blätter angeheftet wurden, welche mit "Radio QueerTunes" beschriftet waren, machte sich ein mulmiges Gefühl breit.

Die netten Herren, welche äusserst gepflegt und freundlich wirkten, trugen die Kartons einen um den anderen Richtung Lift, grüssten freundlich und schienen soweit ganz umgänglich zu sein. Ich konnte just in dem Moment natürlich nicht allzu viel sagen. Ehrlich gesagt störte mich der Gedanke einen "schwulen Radiosender" bei uns im "Fünften" einziehen zu lassen nun wirklich nicht. Es hat mich aber dann doch interessiert, was es mit diesem "Radio QueerTunes" auf sich hatte. Daher beschloss ich mir mal die Seite dieses besonderen Radiosenders anzusehen.

Gut, offenbar kein reguläres Radioprogramm. Sie senden nur während sechs Wochen rund um eine Schwulenparade. Ok, schade. Kann ich also das Radioprogramm nicht einfach mal anhören. Aber da drängte sich mir dann doch die Frage auf wofür ein sechswöchiges homosexuell angehauchtes Radioprogramm gleich unser ganzes oberstes Stockwerk benötigen würde. Einen solchen Sender könnte man durchaus auch aus dem kleinen Kellerabteil in Mamas Wohnung veranschlagen. Erst einige Tage später erfuhr ich dann warum sie wirklich den gesamten Stock brauchen sollten...

Kollegen berichteten mir dann, dass sie bereits im oberen Stock gewesen wären und die neue "Bar" ja recht nett geworden wäre. Da musste ich schonmal schlucken. Eine Bar? In einem Bürogebäude?! Naja, wird wohl etwas gepflegter sein. Soll mich also nicht stören.

Die nächsten Tage sah ich auch nicht viel von unseren homosexuellen Freunden (Männchen wie Weibchen). Eigentlich schade. Ich fand' sie ja soweit ganz sympathisch, die Kerlchen. Gut, hin und wieder hüpfte mal das eine oder andere Schwulettenpäärchen (nicht abwertend gemeint - aber, naja... diese tuckige Art war wohl kaum zu übersehen / -hören) durch die Gegend. So weit kein Problem also. Doch als ich dann Spätschicht am Wochenende hatte, eröffnete sich mir ein ganz anderes, verzerrtes Bild.

Ein roter, billiger Teppich wurde am Haupteingang ausgestellt, ein eher merkwürdiger Türsteher überprüfte die Leute, die reinkommen. Überall wurden an der Treppe Feuervasen aufgestellt, die bunt flackerten. Naja, das allein wäre ja noch nicht so schlimm. Aber wenn man dann erste Transen vorbeistolzieren sieht und sich die Leute vor dem Eingang gegenseitig anzuschwulen beginnen, fühlt sich unsereins doch etwas fehl am Platz.

Gut, auch das wäre alles noch zu ertragen. Doch über die letzten Wochen häuften sich die Ereignisse. Plötzlich liefen irgendwelche blutjunge Lesben und Transen durch unser Lager (wo sie eigentlich nichts zu suchen hätten). Dann wird man von den Rosettenprinzen vor der Tür angemacht. Und am Morgen sieht der Eingang aus als wäre da eine Hooligan-Horde durchmarschiert.

Heute Morgen musste ich mich durch Barrikaden kämpfen, da sie den Eingang zu unserem Büro versperrt haben. Anschliessend habe ich mich erst einmal um meine Arbeit gekümmert. Ein paar Stunden später gehe ich raus um im dritten Stock ein Heissgetränk zu holen. Da war nun aber der Schock wirklich gross. Überall Zigarettenstummel, ausgeschüttete alkoholische Getränke, bunte Flyerpapierchen im Gang verstreut. Im Gang roch es wie in der übelsten Absteige nach Alkohol, Tabak und Exkrementen. Der Lift noch schlimmer: Da drin roch es wie im Schminkkästchen bei Karneval.

So leid es mir tut, ich bin ja (oftmals) tolerant. Aber das geht dann zu weit. Der Eingang vollgekotzt, die Eingangshalle dreckig und stinkend, der Lift riecht wie Mutters Schminkkästchen. Also bitte - sowas soll ein Bürogebäude sein? Wie kann ich diese Firma noch ernst nehmen, wenn man am Wochenende solch eine Freakshow im eigenen Bürogebäude stattfinden lässt? Toleranz ist ja schön und recht. Aber wenn ich bei der Arbeit täglich an Transen, Mannsweibern und anderen Grotesken Ausgeburten unserer kranken Gesellschaft vorbeilaufen muss, zweifel ich doch allmählich an der Seriosität der Cablecom - oder soll ich gleich "Gayblecom" sagen? Ich war noch nie Freund von solchen Leuten, die es mit ihrer sexuellen Unentschlossenheit derart übertreiben mussten, dass man ihnen ihre Neigungen förmlich ansah. Ich finde, dass man so etwas nicht zwangsläufig zur Schau stellen muss (genau wie ich nicht ständig in Flanellhemden und Bauarbeiterkostümen rumlaufe und rede als wäre ich ein "männlicher" Holzfäller). Diese Klischeebilder und Abziehbildchen sind mir ehrlich gesagt wirklich ein Graus. Und dabei geht es mir nun wirklich nicht um die Neigungen dieser Leute. Mir geht es einfach um's Auftreten und die Art wie sie ihre Position darstellen müssen. Sowas ist nicht nur falsch und künstlich - es ist auch alles andere als fördernswert. Ob schwul, lesbisch oder hetero: Die Leute müssen sich aufgrund ihrer Neigungen nicht anders verhalten. Alles andere ist aufgesetzt.

Naja, aber mal sehen. Ich habe mir fest vorgenommen mal im "Fünften" vorbeizuschauen. Vielleicht lässt sich im Darkroom ja sogar Geld verdienen. ;)


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Grand Ages: (Burning) Rome PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Donnerstag, 26. Februar 2009 um 13:46

Eine Hassliebe, anders kann ich es nicht beschreiben. Grand Ages: Rome ist inhaltlich genau das, was mir persönlich sehr gut gefällt:

Ein Aufbauspiel mit netten Warenkreisläufen, Kampfeinlagen und Multiplayer - und das alles noch im alten Rom angesiedelt. Das ist doch im Grunde genau das, was ich mir irgendwo erhofft habe. Nachdem ich das Spiel nun aber etwas gespielt habe, musste ich es bis auf weiteres enttäuscht in die Ecke schmeissen.

Zuerst einmal das Gute:

Das Spiel läuft sehr flüssig, sieht recht gut aus und verspricht auf den ersten Blick eine feine Städtesimulation im römischen Reich darzustellen. Die Musik ist nett gemacht (wenn auf Dauer auch etwas eintönig), die Sounds durchaus in Ordnung. Atmosphäre kommt auf (auch wenn die frei platzierbaren, mit Pflastersteinen umrahmten Gebäude etwas fehl am Platz wirken - zumindest bis alles mit Pflastersteinen zugepflastert wurde) und Spass macht das freie Gebäudesetzen zumindest fünf Minuten lang auf jeden Fall.

Doch nun kommen wir allmählich zu den eher mässigen Aspekten:

Sobald unsereins die ersten Gebäude gesetzt hat, fällt einem auch gleich auf, dass man eigentlich trotz Tutorial keine Ahnung hat wie das Spiel überhaupt funktioniert. Generell fällt das schlanke UI dann auch als Stolperstein auf. Die Warenbestände sind nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich - sowieso weiss man eigentlich nie wirklich was wo und in welcher Menge benötigt wird. So verkommt das Spielerlebnis leider recht rasch zur Klickorgie und man fühlt sich irgendwann auch recht verloren, da man die Kreisläufe einfach nicht nachvollziehen kann.

Als wäre das alles noch nicht störend genug, so fühlt man sich doch auch rasch dazu verdonnert in Neros Fussstapfen zu treten. Alle Produktionsgebäude benötigen so genannte Insula (sowas wie Arbeiterhäuser) zur Versorgung mit Arbeitskräften. Die Insula hingegen benötigen Arbeit und Nahrung (höhere Stufen auch Tempel und Unterhaltung). Und da fängt die Todesspirale an:

Wenn ein Produktionsgebäude nicht besetzt wird, läuft ein Timer ab. Erreicht er den Null-Status, beginnt das Gebäude an zu brennen. Zeitgleich beginnt die Bevölkerung aber auch eine Revolte und steckt Gebäude gezielt in Brand. Besonders wenn die Gebäude nicht mit ausreichend Nahrungsmittel versorgt sind (was sehr schwierig werden kann, da man die Nahrungsmittel nur an fest vorgegebenen Feldern anbauen kann) revoltieren die Bewohner innert kürzester Zeit.

Nun kann das ganze derart Überhand nehmen, dass man ständig Gebäude abreissen muss, damit sich das Feuer nicht ausbreitet. Gleichzeitig verliert man so aber ständig Wohn- oder Produktionsgebäude, die wiederum wichtig sind, damit nicht noch mehr Revolten losgelöst werden.

Steckt man erst in dieser Spirale drin, kommt man kaum mehr heraus. Denn allein die Baumaterialien machen da schon einen Strich durch die Rechnung. Die ganzen Gebäude verschlingen im laufenden Betrieb derart viele Baumaterialien (was man mangels Übersicht schnell aus den Augen verliert), dass man plötzlich mangels Holz oder anderer Ressourcen keine Gebäude mehr erstellen kann.

Nun verspricht jedoch die Präfekur (eine Art Feuerwehr) Abhilfe. Doch auch da stolpert man wieder über einige Probleme. Zum einen muss die Präfekur erst mittels Schule erforscht werden (die Forschung - nebenbei erwähnt - ist wohl das überflüssigste Feature des Spieles) - zum anderen auch noch mit einer Art höherer Bürger besetzt werden, welche ein eigenes Wohngebäude benötigen und zeitgleich noch Tempel und Unterhaltung fordern (ansonsten revoltieren und brandschatzen sie ebenfalls). Sollte man es dennoch schaffen eine Präfekur zu bauen und zu unterhalten - so reisst einem die Funktion dieses Gebäudes quasi sofort die Kinnlade vor lauter Enttäuschung runter:

Selbst wenn nur ein einziges Gebäude brennt (und in der Regel brennt die halbe Stadt), so schafft es der liebe Herr Feuerwehrmann nicht dieses Gebäude zu löschen.

Und um dem Ärger noch die Krone aufzusetzen:

Brennt erst einmal das Hauptgebäude (was rasch passiert), so ist der Spass vorbei. Sobald das Gebäude zusammenbricht (innert kürzester Zeit), ist die Mission fehlgeschlagen.

Sollte man sehr viel Glück haben, Feuersbrünste, Revolten und unbrauchbare UI-Anzeigen überstanden haben, so möchte man sich in der Regel rasch auch den Kriegsfaktor ansehen. Leider fällt das ganze recht mager aus. Im ganzen kommt der Kinderzimmer-Heerführer nicht auf seine Kosten. Die Kämpfe sind oberflächlich und langweilig. Es wirkt im allgemeinen so als hätte man die erfolgreiche Total War Serie versucht zu kopieren. Leider ist das in keinster Weise geglückt und so verkommt das Gemetzel in eine oberflächliche Materialschlacht, die irgendwie an die Kriegsführung in Black & White erinnert.

Fazit:

Das Spiel ist sehr interessant und könnte nach einer Patchorgie auch wirklich Spass machen. Leider ist das ganze aber zu oberflächlich, alsdass daraus eine Dauerbeschäftigung werden könnte. Im Moment schmeisst man das Spiel am besten in die Ecke. Von einem Kauf kann ich im Moment nur abraten.


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Anno 1404 - Multiplayer "light"? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Montag, 23. Februar 2009 um 13:22

Ok, zugegeben: Ich bin sauer.

Anno gehört zu den von mir am meisten geliebten, aber auch gehassten Spiele. Nie hat mich eine Spieleserie derart verzückt und zugleich auf die Palme getrieben. Aber jetzt schafft es der Entwickler des neuesten Schinkens wieder einmal mich heftig zu enttäuschen.

Bis vor kurzem sah vieles so vielversprechend aus. Das Spiel ist eine optische Geschmacksexplosion, scheint bislang einfach in die richtige Richtung zu gehen. Da stieg die Freude darüber endlich wieder ein "richtiges" Anno in den Händen zu halten massiv in die Höhe. Doch dann die Schock-Nachricht: Anno 1404 soll keinen Multiplayer-Modus bekommen? Schon wieder? Und was lese ich da? Schon wieder diese leeren Versprechungen darüber, dass "irgendwann der MP-Part eventuell mit einem vielleicht erscheinenden Addon 'erweitert' werden _könnte_."

WAH!

Bei solchem Gewäsch gehe ich an die Decke. Aber hier am besten erst einmal das Zitat aus dem Forum (Dirk Riegert, Lead Game Designer):

"ANNO ist aufgrund seiner Spielanlage und Spieldauer traditionell eher ein Einzelspieler- denn ein Mehrspielertitel. Nichtsdestotrotz gibt es eine verhältnismäßig kleine, aber sehr engagierte Mehrspieler-Community, die gerade den langen, komplexen Matches mit anderen viel abgewinnen kann. Der Löwenanteil der ANNO-Spieler präferiert bisher jedoch deutlich das Einzelspiel.

ANNO 1404 wird dem Rechnung tragen und sich zunächst voll auf den Einzelspielermodus fokussieren. Es wird im Hauptspiel keinen Mehrspielermodus geben. Wir sind uns dessen bewusst, dass gerade engagierte Mehrspielerfans von dieser Entscheidung enttäuscht sein werden. Wir halten sie dennoch für richtig. Es ist unser mittelfristiges Ziel, den Mehrspieler- und Onlineanteil von ANNO zu stärken und mehr ANNO-Spieler zu Mehrspielerfreunden zu machen. Hierzu sind mehrere Schritte nötig.

Den ersten Schritt stellt ein neues Internet-Portal da, das den Spielern eine Anlaufstelle bietet, um andere ANNO Spieler zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. ANNO 1404 bietet jedem Spieler die Möglichkeit Offline- und Onlineprofile zu erstellen. Sobald man ein Onlineprofil erstellt, hat man die Möglichkeit seine Erfolge, Screenshots oder auch Spielstände an das neue ANNO-Portal zu senden, um sie mit anderen zu teilen. Doch dabei wird es nicht bleiben.

Es folgt der zweite Schritt. Zeitnah nach dem kommenden 1404 Release werden wir euch Profi-Tools zum Download zur Verfügung stellen, mit denen ihr umfangreiche eigene Szenarien und Missionen erstellen könnt. Im Gegensatz zu den veröffentlichten Einsteiger-Tools von 1701, bieten die 1404-Tools ungleich größere Möglichkeiten eigene Spielinhalte zu erstellen. Diese Spielinhalte könnt ihr dann über das neue ANNO-Portal herunterladen, zocken und bewerten. Unser Ziel ist es, ANNO-Profis die Möglichkeit zu geben, für eine engagierte Community spannende neue Spielinhalte zu basteln und sich im kreativen Wettbewerb zu beweisen. Alle anderen ANNO Spieler freuen sich über Nachschub mit frischen Missionen und Szenarien.

Der dritte Schritt würde dann mit einem möglichen AddOn zu 1404 erfolgen. Insofern es ein solches geben würde (und die Chancen dazu stehen nicht schlecht, betrachtet man alle bisherigen ANNO Titel), wäre ein im Gegensatz zu 1701 noch mal erweiterter Mehrspielermodus erstes Pflichtprogramm. Wie bereits erwähnt, ist es auch unser mittelfristiges Ziel mehr ANNO-Spieler für den Mehrspielmodus zu begeistern. Bis dahin sind wir allerdings sehr zuversichtlich, dass die mehr als umfangreichen Einzelspielermodi von ANNO 1404 selbst hartgesottenste Mehrspielerfreunde für lange, lange Zeit bei bester Laune halten werden."

Meine Übersetzung:

"Blablabla (bitte einen Haufen Müll einfügen) wir haben's mit dem Multiplayer versaut... blablabla... schaffen's zeitlich und technisch nicht den MP umzusetzen... blabla... Wir geben das aber nicht zu, sondern verkaufen euch für dumm. Ihr Spieler seid mal wieder die Verarschten - aber hey, wir vertrösten euch mit unserem drei-Punkte-"Alles wird wieder gut"-Masterplan und hoffen, dass ihr so dumm seid und uns den Unfug abkauft:

1. Wir verpacken 'ne Download- und Communityseite als "Onlineportal" und gaukeln euch damit vor, dass ihr "vernetzt" seid.

2. Wir schmeissen euch ein paar abgespeckte Entwicklertools raus, damit's euch nicht so schnell langweilig wird.

3. Hoffen wir mal drauf, dass wir irgendwann mal ein Addon mit dem Werbespruch "Multiplayer enthalten" rausbringen können und euch mit ein paar Zusatzkarten und Sammelfigürchen noch mehr Geld abzocken können.

Wir sind davon überzeugt, dass unser Sammelkarten- und Savegame-Portal die blöden Multiplayer-Heinis bei der Stange halten und niemand merken wird, dass Anno 1404 im Grunde nicht einmal annähernd einen Multiplayer Modus erhalten wird."

Es wäre halb so schlimm gewesen, wenn die klar und deutlich gesagt hätten: "Hey, tut uns leid - aber den MP Part kriegen wir nicht hin."

Was da aber den Benutzern präsentiert wurde, ist absolut hirnloses Marketinggewäsch, nach dem Motto: "Der Durchschnittsgamer ist sowieso zu blöd um so viel Text erfolgreich zu lesen - und zu verstehen. Die kaufen uns das schwammige Gewäsch schon ab."

Merkt man, dass ich wieder einmal masslos enttäuscht bin? Denke schon...


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Aktualisiert ( Montag, 23. Februar 2009 um 13:24 )
 
Skalbur.de - Die neue Gaming- & Rollenspiel-Community? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Freitag, 06. Februar 2009 um 22:21

So, lange nichts mehr geschrieben. Mir fehlt in letzter Zeit oft die Motivation und ja, eben manchmal auch die Zeit um hier etwas zu schreiben. Das Problem ist dabei wohl, dass ich mangels entsprechender Community und Rückmeldungen eher wenig Motivation aufbringen kann. Das war zu Zeiten meines privaten Forums doch deutlich einfacher. Immerhin war da eine feste, aktive Community beteiligt, welche sich da gern und oft an interessanten Themen verging. Das fehlt bei Blogbeiträgen doch recht stark. Die Kommentare zumindest sind mir meist zu anonym und knapp bemessen, alsdass ich damit viel anfangen könnte.

Aber da gibt's ja wieder einmal eine neue Idee, welche das ganze etwas in die richtige Richtung drängen könnte. Grundsätzlich stellt sich mir da ja die Frage:

Was fehlt mir persönlich? - Wie beschrieben: Die Community - klar!

Wie kann eine solche Community geschaffen werden? Forum online stellen und schauen was passiert? Mh, wäre eine Möglichkeit - jawohl.

Ich verwende nun den Rückzug der "Skalbur" aus AoC als Möglichkeit eine solche Community aufzubauen. Wir haben uns teils schon im TS-Server der Aeterni/Reiter eingenistet und angefangen auf Basis der alten Seite etwas neues aufzubauen. Als Aufhänger galt bislang die Aussicht auf Rollenspiel in Mortal Online. Immer mehr habe ich jedoch das Gefühl, dass es dabei nicht bleiben wird und kann.

www.skalbur.de

Das ist die Domain, welche ich noch in der Tasche habe. Und was möchte ich damit anfagen? Kurz und knapp: Eine kleine aber feine Community schaffen, welche sich rund um das Rollenspiel und Computerspiele ansich herum entwickeln soll. Dabei ist natürlich die Kernaussage, dass wir möglichst in (mindestens) einem MMO wieder als Rollenspielgemeinschaft auftreten können. Aber dabei soll's meiner Meinung nicht bleiben. Ich möchte einen regen Austausch über das Forum, gelegentliche gemeinsame "Spielabende" und hie und da auch mal einige nette Gespräche im TS.

Jetzt weiss ich nur nicht, ob dieses Multi-Gaming-Rollenspiel-Community-Gilden-Monster wirklich funktionieren wird. Im Moment fehlt uns bislang massiv das Interesse an Leuten, die sich einbringen möchten. Auch ist es einfach nur verdammt schwer Leute ohne festen Aufhänger zu finden. Denn was sind wir im Moment schon? Alle Leute, die es bei den "Skalbur" aktuell an Land gespült hat, sind auf x Spielen verteilt. Eine richtige Community existiert schlichtweg noch nicht.

Im Moment wäre ich um etwas Unterstützung sehr froh...


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Rollenspiel in Mortal Online PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Freitag, 02. Januar 2009 um 10:37

Es ist mir noch nicht ganz klar ob das ganze fruchten wird. Mortal Online scheint einfach zu viel zu versprechen und am Ende nur eine leere Hülle zu sein. Auch habe ich bereits weiter gedacht und für Knights of the Old Republic eine Subdomain eingerichtet. Dennoch möchte ich die Chance nicht verstreichen lassen und habe somit für Mortal Online eine neue Website online gestellt. Sie ist unter folgender Subdomain erreichbar:

mortal.skalbur.de

Dort soll sich nun die neue Rollenspielgilde formieren. Ob das klappt? Keine Ahnung. Einen Versuch ist's aber meiner Meinung nach wert.

Warum mortal.skalbur? Temporäre Seite?

Nein, ich hatte die Idee, dass wir uns künftig generell mit dem Namen Skalbur schmücken. Das heisst natürlich nicht, dass wir wieder Sklavenhändler spielen werden (auf keinen Fall - damit haben wir schlechte Erfahrungen gemacht) - aber wir möchten den Namen Skalbur als "Markenzeichen" weiterführen. In unterschiedlichen Spielen und mit unterschiedlichen Konzepten. Natürlich kann man bei einer Rollenspielgilde kaum erwarten, dass eine Art multigaming-Portal im herkömmlichen Sinne funktionieren würde. Aber wir gedenken so alte Spieler mitnehmen zu können und ggf. auch mal mehr als nur eine Gilde aktiv zu halten. Bestes Beispiel dafür wäre im Moment der Sklavenhandel Skalbur, welcher trotz meines Abganges noch immer aktiv ist.

Edit:

Ach, und alles Gute für's neue Jahr, wünsch' ich euch!


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Aktualisiert ( Freitag, 02. Januar 2009 um 10:38 )
 
Die neue Seite als Problemfall PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Freitag, 19. Dezember 2008 um 12:17

Wie man unschwer erkennen kann, habe ich nun mittlerweile endlich das Header angepasst, einen neuen Schriftzug und ein kleines Bildchen von mir hinzugefügt. Dadurch wirkt diese äusserst sterile Seite doch allmählich etwas personalisiert. Aber mir fällt es schwer diese Linie beizubehalten.

Wer insbesondere die alten Foren kennt, welche ich online hatte, wird wissen, dass meine Seiten stets in Schwarz-Rot-Weiss gehalten waren. Meine Typische, klassische Farbwahl. Da ich mich aber allmählich in Richtung Seriosität (in Bezug auf meine Seite) bewegen möchte, lag es auf der Hand, dass ich schlichtere Designs und Header benötigen werde. Damit fiel die farbliche Grundausstattung auch gleich mal weg.

Das macht mir aber sehr viel Mühe. Das Header beispielsweise war sicher über eine Stunde Arbeit (sieht in Grossformat auch besser aus - die Details gingen leider durch's Verkleinern etwas flöten). Dennoch bin ich nicht zufrieden damit. Auch habe ich schon Stunden reininvestiert um mein altes Logo endlich zu modernisieren. Aber auch da scheine ich immer wieder gegen den Baum zu fahren.

Am Beispiel des Sklavenhandel Skalbur Headers (neues Header fürs Forum) sieht man wohl, dass mir solch pompöse, schwarze Gebilde einfach mehr liegen. Das will mir aber nicht so recht passen.


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GTA 4 - Oder: Wie ich meinen Glauben verlor. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Dienstag, 16. Dezember 2008 um 09:00

Über Jahre hinweg machten es die Spieleschmieden den PC-Spielern immer leichter allmählich den Glauben an die tollen Computerspiele zu verlieren. Es gab einst Legenden wie Origin (Ultima, Wing Commander etc.) oder Westwood (C&C, Dune, Lands of Lore uvm.), welche als Unternehmen allmählich eine schöne "Fanbase" anhäufen konnten. Zu schade, dass gerade diese beiden Beispiele im EA-Sumpf untergingen. Danach wurde verhökert und gehandelt bis aus den grossen Namen nichts mehr übrig blieb. Ein Beispiel hierbei die von mir heiss geliebten Command & Conquer Ableger. Obwohl EA mittlerweile zumindest ansatzweise in die richtige Richtung geht, sind die neuen C&C Spiele irgendwie einfach grausam fade RTS Spiele ohne Seele. Es wurde einfach alles, was die Spieler toll fanden bis zur Perversion weitergeführt. So entstanden seelenlose Klischeebilder dessen, was C&C einst so interessant machte. Dieses "gewisse etwas" ging einfach verloren.

Es gibt aber noch immer Unternehmen, die für ihre Spiele einfach nur geliebt werden. Dabei sind einige "Newcomer" wie beispielsweise Rockstar oder Bestheda. Aber auch Klassiker wie Blizzard sind mit von der Partie. Es gibt Leute, die blind alles kaufen, auf dem der Name der jeweiligen Spieleschmiede steht. Man könnte verfaulte Bananenschalen zu überteuerten Preisen verkaufen - so lange nur "Blizzard" drauf steht.

Zugegeben: Ich bin da selbst nicht anders. Auch wenn ich nicht gerade alles kaufe, so bin ich doch meist gespannt, was die "Top-Schmieden" so alles hergeben. Aber der absolute Rockstar Blockbuster GTA4 hat mich diesmal masslos enttäuscht.

GTA4 ist inhaltlich ein grandioses Spiel. Gut, es lässt zwar vieles aus den Vorgängern vermissen, ist jedoch zweifelsohne ein Meisterwerk. Allein schon die Story, die Charaktere, das "Feeling": Alles stimmt. Es macht tierischen Spass. Doch leider wird dieses ach so schöne Bild von all den Fehlern getrübt, welche gemacht wurden.

Während die Konsolenversion gewissermassen noch glänzen konnte, wurde die PC-Version wieder einmal grausam vernachlässigt. Wieder einmal eine typische PC- / Konsolen-Story. Die Portierung ist grauenhaft ausgefallen. Das Spiel muss über einen Windows Live Account, sowie über eine Rockstar-Mitgliedschaft verfügen. Natürlich ist auch die Aktivierung mit von der Partie. Das System wird also völlig zugemüllt. Und als würde das nicht reichen:

Das Spiel lässt sich grösstenteils weder starten, noch anständig spielen. Die Performance ist grottig, die Grafik eher mässig und das gesamte Produkt mit Bugs vielen Absturzursachen bestückt. Warum mich das so schockiert? Es ist GTA, Mann (bewusst so formuliert)!

Ich hätte von diesem Produkt niemals solche Mängel erwartet. GTA war immer der "Hammer" unter den PC-Spielen. Selbst wenn ich nicht lange gespielt habe. Ich wusste immer: Mit GTA kann man nie falsch liegen.

Inhaltlich liege ich auch nicht falsch. Aber wie konnten sie sich mit GTA4 so etwas leisten? Wie konnten sie dieses "Flaggschiff", welches meiner Meinung nach sowieso eher in die PC-Ecke gehört für den PC derart verunstalten? Selbst die Steuerung haben sie versaut (Mausgeschwindigkeit, etc.).

Die Menüs sind sowieso nicht PC-konform und kaum zu gebrauchen. Irgendwann navigiert man nur noch mit der Tastatur durch die Menüs. Die Steuerung ist zwar halbwegs brauchbar - aber nicht mit der Konsole zu vergleichen. Irgendwie scheint überall der Wurm drin zu sein.

Kein Wunder, dass immer mehr Spieler keine Originalspiele mehr kaufen. Es lohnt sich mittlerweile einfach nicht mehr das Geld rauszuwerfen. Und wenn nach über 30 Jahren Computerspielgeschichte plötzlich nicht mehr mit Datenträgern und Seriennummern auskommt, sondern für jeden Scheiss irgendwelche Kopiersoftware installieren darf, die das System noch weiter zumüllt. Und als würde das nicht reichen, so darf unsereins sich noch überall registrieren, irgendwelche Spieleplattformen installieren und die Software online registrieren.

Da ist es einfacher und günstiger sich eine gecrackte Spielversion zu besorgen und so kann man auch auf den ganzen Sicherheitsplunder verzichten. Die ehrlichen Kunden sind dabei die Idioten.


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AoC ade - das war's PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Sonntag, 14. Dezember 2008 um 12:45

Tja, nun habe ich mich schlussendlich doch dazu entschlossen mit AoC aufzuhören. Die Gründe waren einfach zu schwerwiegend, alsdass ich mir die Kosten für dieses Spiel weiterhin gegönnt hätte.

Es war vielleicht nicht gerade der beste Zeitpunkt. Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich entweder noch etwas gewartet oder erst später den Stöpsel gezogen hätte. Das aber weniger in Bezug auf das Spiel und mehr in Bezug auf die Gilde.

Die Skalbur sind mir sehr ans Herz gewachsen. Aber sie sind schon lange nicht mehr das, was sie einmal waren. Und abgesehen davon bin ich mit einigen Entwicklungen sehr unzufrieden. Leider wurde mir recht deutlich klar gemacht, dass ich nach meinem Abgang besser die Klappe halten sollte. Gut, dann schweige ich eben drüber.

Schade finde ich einzig und allein, dass ich es im Moment bereue derart viel Zeit hineingesteckt zu haben. Das fängt bei der Seite an und endet bei den letzten Bemühungen, welche ich noch für die Gemeinschaft aufgebracht habe. Wenn ich sehe was nun daraus gemacht wird, stellen sich mir alle Nackenhaare auf.

Die Alternative ist nun WoW. Aber weniger für's Rollenspiel, sondern mehr für den Spielfluss. Ewig lange werde ich das Spiel sowieso nicht spielen. Aber im Moment ist es eine gute Ablenkung vom Geschehen in Hyboria.

Wieder einmal höre ich mit einem MMO auf und sage mir: "Niemals wieder Gildenleiter! Auf keinen Fall!"

Das habe ich mir bei HdRO, bei Vanguard und bei AoC gesagt. Leider trat ich immer wieder in das selbe Fettnäpfchen und führe mich selbst zielgerichtet in den Meister-Posten.

Da bis auf weiteres keine richtigen "Rollenspielgranaten" am Firmament auftauchen, schaue ich weiterhin auf Elderscrolls Online, SWTOR und Mortal Online. Leider wird das noch sehr lange dauern bis ich dort neue Gefilde erkunden kann.


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Neue Gefilde! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Mittwoch, 03. Dezember 2008 um 21:11

Nach 25 Jahren in Balzers, Fürstentum Liechtenstein, Europa, Erde... habe ich es endlich geschafft und "s'Ländle" hinter mir gelassen. Auch wenn der Geldbeutel so leer wie noch nie ist, so habe ich jedoch endlich diesen Schritt gewagt und das ganze hinter mich gebracht.

Es war schon ein elender Stress. Zumindest die letzten Wochen waren sehr mühsam. Zich mal durfte ich den Weg nach Zürich hinter mich bringen, nur um den Weg für den Umzug zu ebnen. Aber schlussendlich hat's ja doch geklappt.

Die ersten Arbeitstage bei der Cablecom ZH waren interessant. Ausserdem scheint es ein ganz netter Haufen zu sein. Etwas, was mir sowieso sehr wichtig ist: Die richtige Stimmung im Team!

Die neuen Aufgaben, die nun auf mich zukommen erwarte ich mit Spannung und Freude. Endlich kommt wieder etwas Schwung in die Bude und ich kann mich etwas anspruchsvolleren Aufgaben widmen, als ich es die letzten paar Jahre tat (und da schliesse ich die Studiengänge bewusst mit ein).

Die Wohnung ist zwar noch nicht fertig eingerichtet (wir schlafen noch immer auf den Sofas), sieht aber langsam schon ganz ordentlich aus. Meine bessere/boshafte Hälfte hat sich dabei auch sehr ins Zeug gelegt. Da bin ich schon froh, dass sie das Umzugschaos etwas entwirrt hat. Ohne sie würde ich noch immer auf Kartons schlafen. ;)

Jetzt wollen wir mal sehen was die nächsten Wochen und Monate so bringen. Online bin ich nun ja auch wieder - und das bedeutet auch, dass ich hin und wieder etwas zu schreiben haben werde.


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Aktualisiert ( Mittwoch, 03. Dezember 2008 um 21:14 )
 
Alte Frauen, neue Autos PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Cahin   
Mittwoch, 26. November 2008 um 10:43

Heute habe ich wieder einmal erlebt wie jemand vom eigenen Statussymbol überrumpelt wurde. Es ist ja soweit nichts neues, dass es Menschen gibt, die zwangsläufig zeigen müssen wie toll (und vermögend) sie doch sind. Aber warum muss so jemand derart übertreiben? Und nein, da sind nicht nur die Männer mit ihren dicken Protzkarren gemeint.

Als ich heute in die Tiefgarage der Landesverwaltung (Amt für Personal und Organisation) fuhr, kam mir ein DICKER Mercedes entgegen. Gut, mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr. Ich sehe auffällig viele dicke und teure Karren auf den Parkplätzen der Landesverwaltung (verdient hier jemand zu gut?). Aber diesmal war das Erlebnis wieder einmal absolut typisch für jemanden, der's offenbar einfach nur nötig hat, mit solchen Protzkarren anzugeben.

Hinter'm Steuer sass eine etwa 45 Jahre alte Frau, aufgetakelt, quietschbunt geschminkt, mit Gold behangen und natürlich sündhaft teure Kleidung an. Aber die Frau war derart klein, dass sie kaum hinter dem Lenkrad hervorschauen konnte. Sie hatte sichtbare Mühe diese Monstrosität von einer Karre zu steuern und fuhr dabei beinahe den Dienstwagen zu Schrott, den ich gerade in der Garage abstellen wollte.

Warum zum Teufel kauft sich solch ein kleines Weibchen nicht bitte ein Aute in ihrer Grösse? Einen Mini vielleicht? Teuer und trotzdem Statussymbol. Muss es denn immer die dickste Karre sein? Warum nicht gleich ein mit Goldplatten bestückter Platinpanzer mit Diamant-Kanonenrohr, welches das königliche "Eau de Puff"-Parfüm Literweise verschiesst?

Manchmal zweifle ich einfach am Verstand mancher Menschen...


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